Ethereum Foundation-Forscher Justin Drake hat im Namen des EF Protocol-Teams eine Entwicklungs-Roadmap namens „Strawmap“ veröffentlicht. Diese skizziert etwa sieben Netzwerk-Updates bis Ende 2029, jeweils alle sechs Monate, mit fünf Kernzielen: L1-Transaktionsendgültigkeit in Sekunden, Tausend TPS, quantensichere Sicherheit und native Privatsphäre-Transaktionen.
(Vorgeschichte: Wird Ethereum 10.000 TPS erreichen? Wie ZK-Technologie das „Impossible Triangle“ löst) (Hintergrund: Ethereum-Forscher bestätigt „Geld von Projektpartnern annehmen“: Vertrauen in EigenLayer, als Berater privat Millionengewinne verdienen)
Inhaltsverzeichnis
Toggle
Justin Drake, Forscher bei der Ethereum Foundation, hat am 25. Februar auf X (ehemals Twitter) im Namen des EF Protocol-Teams eine technische Kooperationsdatei namens „Strawmap“ veröffentlicht. Der Name ist eine Kombination aus „strawman“ (Strohmann) und „roadmap“ (Fahrplan), um zu betonen, dass es sich um einen Diskussionsansatz und keine offizielle Zusage handelt — denn in der hochdezentralisierten Ethereum-Ökosphäre kann eine „offizielle Roadmap“ die Meinungen aller Stakeholder kaum widerspiegeln.
Introducing strawmap, a strawman roadmap by EF Protocol.
Believe in something. Believe in an Ethereum strawmap.
Who is this for?
The document, available at strawmap[.]org, is intended for advanced readers. It is a dense and technical resource primarily for researchers,… pic.twitter.com/gIZh5I8Not
— Justin Drake (@drakefjustin) 25. Februar 2026
Strawmap skizziert den Zeitplan für Netzwerk-Updates bis Ende 2029, geplant sind etwa sieben Hard Forks im Abstand von sechs Monaten. Bereits bestätigte Namen tragen die Updates „Glamsterdam“ und „Hegotá“, während die späteren Versionen I* und J* noch vorläufige Bezeichnungen haben. Jedes Update fokussiert auf einen „Konsens- und einen Ausführungsebene“-Schwerpunkt, um die Entwicklung und Prüfung überschaubar zu halten.
Drake listet in der Datei fünf langfristige technische Ziele auf, die die zukünftige Entwicklung von Ethereum prägen sollen:
Strawmap geht auf die im Juli 2025 von Drake vorgestellte „Lean Ethereum“-Langzeitvision zurück. Ziel ist es, bei maximaler Sicherheit und Dezentralisierung eine extrem hohe Performance zu erreichen. Im Januar dieses Jahres diskutierte die Ethereum Foundation intern erstmals, wie die langfristigen Ziele mit kurzfristigen Entwicklungsplänen verknüpft werden können — daraus entstand die Strawmap.
Außerdem kündigte Drake kürzlich an, dass die Ethereum Foundation ein neues Post-Quantum-Team unter Leitung von Thomas Coratger gegründet hat, inklusive eines 1-Million-Dollar-Preises namens „Poseidon Prize“, um die Sicherheit des Poseidon-Hash-Algorithmus zu stärken — ein Ziel, das direkt mit den quantensicheren Aspekten von Strawmap zusammenhängt.
Drake betont ausdrücklich, dass Strawmap eine „Einladung“ sei, die L1-Upgrade-Planung aus einer ganzheitlichen Perspektive zu betrachten, und kein bindendes Entwicklungsversprechen. Das Dokument wird auf strawmap.org gehostet und soll mindestens vierteljährlich aktualisiert werden, damit die Community den Fortschritt verfolgen kann.
Angesichts des jüngsten Preisdrucks bei Ethereum sendet die Foundation mit Strawmap eine klare Botschaft: Technische Entwicklungen werden durch Marktschwankungen nicht verzögert. Die klare Abfolge von sieben Updates und die fünf Kernziele zeichnen eine deutliche Roadmap bis 2029 — der Weg ist lang, aber die Richtung ist gesetzt.
Verwandte Artikel
Warum Institutionen immer noch Ethereum gegenüber schnelleren Blockchains bevorzugen
Vitalik Buterin enthüllt 4-Jahres-Roadmap für schnelleren, quantenresistenten Ethereum
Vitalik Buterin veröffentlicht die Roadmap zur Erweiterung von Ethereum mit den Upgrades Glamsterdam und ZK-EVM