Liberty Report-Moderator Ron Paul und Co-Moderator Chris Rossini sagen, die US-Wirtschaft ertrinke in „überall Blasen“ und verweisen auf ausufernde Ausgaben, den aufgeblähten Ausbau von künstlicher Intelligenz (AI) sowie das lockere Geldregime der Federal Reserve als Hauptverursacher.
Im neuesten Liberty Report argumentieren Ron Paul und Co-Moderator Chris Rossini, dass die US-Wirtschaft nicht nur in eine Blase gerate, sondern sich in einem miteinander vernetzten Cluster aus Blasen drehe – ein Zustand, den langjährige Marktbeobachter als „Überall-Blase“ oder „Alles-Blase“ bezeichnen.
Paul begann mit einem Blick auf die Märkte, die seiner Meinung nach die öffentliche Unsicherheit deutlich widerspiegeln. Gold liegt stabil bei etwa 4.000 US-Dollar pro Unze, Bitcoin erlebt heftige Kursschwankungen, und Investoren suchen nach sicheren Häfen. Für Paul sind dies Anzeichen dafür, dass das Vertrauen in die langfristige Stabilität des Dollars schwindet. „Gold ist wirklich Geld“, erinnerte er die Zuschauer und wies darauf hin, dass seine Kaufkraft alle wichtigen Fiat-Währungssysteme der modernen Geschichte überdauert hat.
„Die KI-Blase ist das perfekte Beispiel dafür, warum die Fed nicht existieren sollte“, sagt Paul. „Gibt man Menschen die Möglichkeit, Geld zu fälschen, übernehmen ihre Größenwahnvorstellungen. Wirtschaftsgesetze werden zum Anachronismus. Der freie Wille jedes einzelnen Menschen auf der Erde wird ignoriert, als ob er nicht existiere. Eine rationale Bewertung wird unmöglich und weicht erfundenen Erzählungen. Und natürlich begleitet jedes Mal der gleiche Satz jede Blase: ‚Diesmal ist alles anders.‘“
Das Gespräch verlagerte sich schnell auf den boomenden KI-Sektor – einen Hype, der laut Rossini frühere Blasen widerspiegelt, die durch die lockere Geldpolitik der Federal Reserve angeheizt wurden. Die Vereinigten Staaten verfügen über mehr als 5.000 Rechenzentren, während das nächstplatzierte Land, Deutschland, nur 500 hat. Steigende Stromkosten, rasante Bauprojekte und hohe Gewinnerwartungen hätten eine „Alice im Wunderland“-Wirtschaft geschaffen, so Rossini, die auf subventioniertem Kredit und verzerrten Anreizen basiere.
Rossini verwies auf jüngste Aussagen führender Tech-Unternehmen, die ein Ende der weltweiten Armut vorhersagen und behaupten, ihre Unternehmen seien „too big to fail“. Nvidias CEO schlug sogar vor, die Welt wäre „auseinandergefallen“, wenn die letzten Quartalszahlen enttäuscht hätten – eine Rhetorik, die Rossini mit den Beschwichtigungen vor 2008 vergleicht, als es hieß, Immobilienpreise könnten „nur steigen“.
Paul betonte, dass ungezügeltes Kreditwachstum, politische Anreize und aggressive geldpolitische Eingriffe zu einem Kreislauf geführt hätten, in dem Regierungen riskantes Verhalten fördern und dann die Folgen retten. Von der Dotcom-Ära über den Immobiliencrash bis zur Volatilität bei Krypto – laut Paul entstehen Blasen, wenn leichter Kredit den Wohlstand vorgaukelt, während Ersparnisse und Produktion nicht mithalten können.
„Die Empfänger des Falschgeldes der Fed glauben, die Realität passe sich ihrer Fantasie an“, schrieb Paul an seine 1,2 Millionen Follower auf X. „Das wird sie nicht. Schafft die Fed ab … und wir beenden diesen wiederkehrenden Wahnsinn.“
Die größte Gefahr sieht er heute nicht nur in Technik, Märkten oder Immobilien, sondern im sogenannten „Blasengeld“ selbst. Washingtons Kriegsausgaben, globale militärische Verpflichtungen und langfristige Schuldenverpflichtungen hätten eine Wirtschaftsstruktur geschaffen, die von permanenter Geldschöpfung abhängt. „Staatliche Ausgaben sind zur Monetarisierung verdammt“, so Paul. Inflation und Währungsentwertung seien im aktuellen System unvermeidlich.
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Die Liberty Report-Moderatoren hoben auch hervor, was sie als strukturelle Verzerrungen ansehen: staatliche Subventionen für Elektroautos, den Zusammenbruch der Nachfrage nach Büroimmobilien und konzerninterne Investitionskreisläufe im KI-Sektor, an denen Großunternehmen wie Microsoft, Oracle und Nvidia beteiligt sind. Diese Zyklen, so das Duo, existieren nur, weil das Preissystem nicht mehr das tatsächliche Angebot und die tatsächliche Nachfrage widerspiegelt.
Als Alternative plädierte Paul für eine Rückkehr zu „hartem Geld“ – ein System, das auf Gold und Silber basiert, mit freiwilligen Transaktionen und stabilen Werteinheiten. Er verwies auf den byzantinischen Besanten, eine Goldmünze, die über Jahrhunderte international zirkulierte, als Beispiel für monetäre Stabilität ohne Zentralbank. Moderne Systeme, so Paul, seien hingegen von Geldschöpfern abhängig, die mehr wie Fälscher als wie Hüter des Wertes agieren.
Paul schloss mit der Warnung, dass jede Reservewährung der Geschichte irgendwann gescheitert sei – und der US-Dollar sei da keine Ausnahme. Gleichzeitig stellte er fest, dass sich jüngere Generationen zunehmend für Währungsreform, Gold, Bitcoin und Alternativen zum aktuellen System interessieren. Für die Liberty Report-Moderatoren ist diese Neugier vielleicht das ermutigendste Zeichen von allen.
Er argumentiert, dass leichter Kredit, überhöhte Bewertungen und der rasche Ausbau von Rechenzentren frühere, von der Fed befeuerte Blasen widerspiegeln.
Paul sagt, der Anstieg des Goldpreises spiegele das schwindende Vertrauen in Fiat-Geld und anhaltende Inflationssorgen wider.
Beide Moderatoren argumentieren, dass die Fed Preise verzerrt, Blasen befeuert und riskantes Verhalten fördert.
Paul meint, stabile Werteinheiten und freiwilliger Austausch seien essenziell, um das wirtschaftliche Gleichgewicht wiederherzustellen.