Fokussiert auf Real-World-Assets (RWA) kündigt die Layer-1-Blockchain MANTRA eine umfassende Strategiereform an. Mitgründer und CEO John Patrick Mullin gab offen zu, dass das Unternehmen durch Entlassungen und Betriebsvereinfachungen die Finanzierungsdauer verlängern will, um bis 2026 wieder in den Kernwettbewerb einzusteigen.
(Frühere Zusammenfassung: $OM kündigte den Start von Token-Rückkäufen und -Zerstörungen an, was kurzfristig um 80 % stieg! MANTRA veröffentlicht heute eine Analyse des Kursabsturzes)
(Hintergrund: OKX veröffentlichte eine Klarstellung zum $OM Flash-Crash-Disput: Plattform ist bei Preisabsturz nicht verantwortlich, MANTRA-Team ignoriert verdächtige Aktivitäten)
Inhaltsverzeichnis
Die Layer-1-Blockchain MANTRA, die sich auf Real-World-Assets (RWA) spezialisiert hat, kündigte am heutigen (14.) offiziell eine umfassende Strategiereform an. Mitgründer und CEO John Patrick Mullin veröffentlichte einen ausführlichen Beitrag auf X (ehemals Twitter), in dem er zugab, dass das Unternehmen die Teamgröße erheblich reduzieren werde, um den mehreren Herausforderungen des vergangenen Jahres zu begegnen und den Weg für Überleben und Transformation bis 2026 zu ebnen.
Heute teile ich eine der schwierigsten Entscheidungen, die wir bei MANTRA treffen mussten.
Nach einem der herausforderndsten Jahre für MANTRA, aus vielfältigen Gründen, habe ich beschlossen, das Unternehmen umzustrukturieren. Dazu gehört die Reduzierung unseres Teams und das Abschiednehmen von einer Reihe von…
— JP Mullin (🕉, 🏘️) (@jp_mullin888) 14. Januar 2026
Mullin erklärte in seiner Stellungnahme, dass diese Restrukturierung die schmerzhafteste und schwierigste Entscheidung in der Geschichte von MANTRA sei. Er betonte, dass das Team alles versucht habe, Entlassungen zu vermeiden, doch unter den aktuellen Druckverhältnissen sei eine Anpassung notwendig, da das bisherige Geschäftsmodell sonst nicht mehr tragbar sei.
Er unterstrich, dass es sich nicht um eine kurzfristige Maßnahme handle, sondern um eine strategische Entscheidung, um die langfristige Existenz von MANTRA zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit im RWA-Segment wiederzuerlangen.
Mullin blickte zurück: 2025 sei für MANTRA das „härteste Jahr“ gewesen. Das markanteste Ereignis war der Absturz des OM-Tokens im April 2025, der innerhalb weniger Stunden um über 90 % fiel, die Marktkapitalisierung in Milliardenhöhe verschwand, was erheblichen Einfluss auf die Moral des Teams und die Finanzstruktur hatte.
Zudem erschwerten anhaltende Markttiefs, zunehmender Wettbewerb im RWA-Bereich und schnelle Veränderungen im Krypto-Umfeld die bisherigen Kostenstrukturen und Expansionspläne von MANTRA erheblich.
Um im Jahr 2026 wieder Fuß zu fassen, entschied sich MANTRA für eine schlankere, kapitaleffizientere Betriebsweise. Die Restrukturierung betrifft mehrere Bereiche, insbesondere Business Development (BD), Marketing, Human Resources (HR) und andere unterstützende Funktionen, die am stärksten betroffen sind.
Mullin betonte, dass diese Anpassungen keine Abwertung der bisherigen Beiträge der Mitarbeiter seien, sondern auf der strategischen Notwendigkeit basierten, im kommenden Jahr „Fokus auf Umsetzung und Rückkehr zum Kern“ zu legen.
In seiner Erklärung drückte Mullin sein tiefes Bedauern und seine Dankbarkeit gegenüber den ausscheidenden Teammitgliedern aus und betonte öffentlich, dass diese Kollegen hoch geschätzte Talente seien. Er ermutigte zudem die Branche, bei passenden Stellenangeboten aktiv Kontakt zu diesen ehemaligen MANTRA-Mitgliedern aufzunehmen.
Gleichzeitig versprach MANTRA, dass die ausscheidenden Mitarbeiter ihre bisherigen Vesting-Zeiträume einhalten und ihre zukünftigen Token- und Beraterbeteiligungen behalten, um in diesen schwierigen Zeiten grundlegendes Vertrauen und Goodwill zu bewahren.
Für die verbleibenden Teammitglieder erklärte Mullin, dass er ihre Ängste und Unsicherheiten voll nachvollziehen könne. Gleichzeitig betonte er, dass die Restrukturierung notwendig sei, um MANTRA schlanker, schneller bei der Produktlieferung zu machen und schrittweise in eine profitable und nachhaltige Betriebsweise zu führen.
Er bekräftigte sein langfristiges Vertrauen in MANTRA Chain und das gesamte RWA-Ökosystem und kündigte an, in den kommenden Wochen die Kernprioritäten und Betriebspläne nach der Verkleinerung weiter zu erläutern.
Die Öffentlichkeit sieht die Strategiereform allgemein als einen entscheidenden Schritt, den MANTRA nach dem Zusammenbruch im Jahr 2025 unternommen hat, um die Finanzierungsdauer zu verlängern, das Überleben zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen.
Allerdings bleibt der OM-Token-Preis weiterhin volatil, und die Marktreaktionen sind deutlich gespalten. Die eine Fraktion hält die Entlassungen und die Restrukturierung für „notwendiges Übel“, das dem Unternehmen hilft, sich wieder rational zu entwickeln; die andere befürchtet, dass häufige Anpassungen das langfristige Vertrauen in das Projekt und die Ökosystemdynamik weiter schwächen könnten.
Angesichts der anhaltenden Aufmerksamkeit für das RWA-Thema bleibt abzuwarten, ob MANTRA durch diese schmerzhafte Restrukturierung wieder Fuß fassen kann – die Antwort wird die Zeit und die Umsetzungskraft liefern.