„Alles wird zu Palantir“ passiert gerade? a16z-Partner warnen: Die meisten Start-ups könnten in die Falle teurer Berater tappen

ChainNewsAbmedia

In den letzten Jahren haben immer mehr AI-Startups in ihren Fundraising-Präsentationen ähnliche Aussagen gemacht: „Wir sind Palantir für X.“ Solche Unternehmen setzen auf die direkte Entsendung von Ingenieuren in die Organisationen der Kunden, tiefgehende Prozessanpassungen und versprechen eine schnelle Lieferung einsatzfähiger Systeme in hochkomplexen Unternehmensumgebungen. Die Anzahl der FDE ( Frontline Deployment Engineers )-Stellenangebote wird bis 2025 sprunghaft ansteigen, was zeigt, dass dieses Modell stark kopiert wird.

Allerdings weist Marc Andrusko, Partner bei a16z für AI-Anwendungsinvestitionen, darauf hin, dass dieser „Palantir-ähnliche“ Trend für die meisten Startups eher eine riskante Abkürzung darstellt, anstatt eine skalierbare, universelle Lösung.

Warum wollen Unternehmen und Startups Palantir kopieren?

Nach dem Eintritt von AI in die Unternehmenswelt treten zunehmend praktische Probleme zutage. Zunächst scheitern viele AI-Projekte daran, in Betrieb genommen zu werden. Zerstreute Daten, veraltete Systeme und unklare Verantwortlichkeiten führen dazu, dass viele AI-Beschaffungsprojekte nur im PoC-Stadium verbleiben. Vorstand und Führungsebene fordern zwar den Kauf von AI, doch echte Fälle, die in die Produktionsumgebung gelangen, sind noch immer rar.

Zweitens wird FDE als Schlüsselrolle gesehen, um die Implementierungslücke zu schließen. Ingenieure direkt in die Organisationen der Kunden einzubetten, soll schnelle Einblicke in die Geschäftsdomäne ermöglichen, Systeme integrieren und Ergebnisse liefern – ein wichtiger Trumpf für AI-Startups, um Sechs-Stelliger-Verträge zu gewinnen.

Drittens sind hochpreisige Verträge leichter skalierbar als PLG (Product-Led Growth). In der aktuellen Kapitalumgebung sind große Kunden mit niedriger Marge, die jährlich Millionen US-Dollar einbringen, für frühe Startups und Investoren äußerst attraktiv.

Was macht Palantir wirklich schwer kopierbar?

Marc Andrusko betont, dass der Markt oft nur das Äußere von Palantir sieht und die strukturellen Voraussetzungen übersieht.

Palantir ist kein projektorientiertes Unternehmen, sondern eine Plattform

Der Kern von Palantir Technologies besteht nicht darin, kundenspezifische Systeme zu entwickeln, sondern hochgradig wiederverwendbare Basiskompetenzen aufzubauen: von Datenintegration, Zugriffssteuerung, Workflow-Engines bis hin zur Ontologie. Frontline Engineers sind nur für das „Zusammenbauen“ dieser Grundbausteine verantwortlich, nicht für das Neuschreiben von Systemen für jeden Kunden.

Die Probleme selbst müssen von hoher Bedeutung sein

Palantir hat in frühen Phasen in Bereichen wie Anti-Terror, militärische Einsatzplanung, Finanzkriminalität und risikoreiche medizinische Entscheidungen gearbeitet. Der ROI dieser Projekte ist nicht nur eine Effizienzsteigerung um 10 %, sondern lebenswichtig, sicherheitsrelevant oder betrifft Milliardenverluste. Die meisten kommerziellen SaaS-Szenarien können die hohen Deploymentskosten in diesem Ausmaß nicht tragen.

Fachkräftedichte und Unternehmenskultur sind schwer zu replizieren

Palantir hat langfristig eine Gruppe von Ingenieuren aufgebaut, die gleichzeitig Produktionscode schreiben, organisatorische Politik verstehen und mit Generälen oder Regulierungsbehörden kommunizieren können. Andrusko sagt offen, dass die meisten FDE in Startups eigentlich nur umbenannte Pre-Sales-Ingenieure sind oder gezwungen werden, Produktentwicklung, Delivery und Kundenservice in einer Person zu vereinen.

Der Service-Falle ist real

Wenn man nur die Entsendung von Personal kopiert, aber keine nachhaltige Plattform entwickelt, endet das für Startups oft darin, „schöne Oberflächen bei Accenture“ zu bieten, während der Markt weiterhin SaaS-Multiplikatoren für die Bewertung erwartet.

Die zentrale Warnung von a16z: Nicht, dass man nicht lernen könnte, sondern dass man nicht alles kopieren sollte

Marc Andrusko meint, dass die „Palantir-ähnliche“ Entwicklung nicht grundsätzlich falsch ist, aber streng eingeschränkt werden muss. Er schlägt einige Kriterien vor, anhand derer Gründer ihre Strategie selbst prüfen können:

Ist das Problem hochkritisch? (Nationale Sicherheit, Leben, große Geldsummen)

Sind die Kunden hochkonzentriert und der ACV (Average Contract Value) extrem hoch?

Gibt es genügend Gemeinsamkeiten zwischen Deployments, um eine Plattform zu bilden?

Befindet man sich in einer stark regulierten Branche mit hohen Datenintegrationsproblemen?

Wenn die meisten Antworten „Nein“ sind, führt die vollständige Übernahme des Palantir-Modells fast zwangsläufig zu einem nicht skalierbaren Geschäftsmodell.

Drei Dinge, die Palantir wirklich lehrreich machen

a16z glaubt, dass Startups die Methodik von Palantir selektiv übernehmen können:

Frontline Deployment als Gerüst, nicht als Kern

Klare Zeitrahmen (z.B. 90 Tage bis zum Go-Live), Personalkapazitäten und den Rhythmus der Ergebnisrückmeldung festlegen.

Investition in die Basistechnologie, nicht in unendliche Custom-Processes

Einheitliche Datenmodelle, Zugriffssteuerung und Workflows, um Deployment als Zusammenbauen statt Neuschreiben zu gestalten.

FDE direkt in das Produktdesign einbinden

Wenn Frontline Engineers in „Professional Services“ isoliert sind, wird Plattformisierung niemals möglich sein.

Marc Andrusko fasst zusammen: Der Erfolg von Palantir liegt in einer seltenen Kombination aus Plattform-Engineering, langfristigem Kapital, politischer und regulatorischer Geduld sowie einem äußerst kritischen Marktzugang.

Für die meisten AI-Startups ist die eigentliche Frage nicht: „Wie werden wir Palantir?“, sondern: „In unserer Branche, wie viel ‚Frontline Deployment‘ brauchen wir mindestens, um die Kluft bei der AI-Implementierung zu überbrücken und möglichst schnell in eine kopierbare Plattform umzuwandeln?“

Dieser Artikel „万物 Palantir 化“ findet gerade statt? a16z Partner warnen: Die meisten Startups könnten in die Falle hoher Beratungskosten tappen, zuerst erschienen bei 链新闻 ABMedia.

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animismvip
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