Robinhood Geschäftsführer weist darauf hin, dass KI den Beschäftigungssingularity auslösen wird, die Gründungshürden senkt und die Entstehung von Ein-Personen-Unternehmen fördert. Allerdings ist die aktuelle KI noch nur ein Hilfsmittel; menschliche Validierung und physische Technologien bleiben entscheidend am Arbeitsplatz.
In letzter Zeit entwickeln sich generative KI-Technologien rasant, und der Markt ist voll von Befürchtungen, dass KI eine groß angelegte Arbeitslosigkeit auslösen könnte. Doch Robinhood-CEO Vlad Tenev vertritt eine ganz andere Ansicht: Er glaubt, dass KI nicht nur keine groß angelegte Arbeitslosigkeit verursachen wird, sondern vielmehr einen „Beschäftigungssingularity“ auslösen und die zukünftige Arbeitswelt grundlegend umgestalten wird.
Tenev erklärte in einem TED-Vortrag, dass KI eine Art Beschäftigungssingularity vorantreibt, bei der Innovationen und Arbeitswellen wie im Kambrium-Explosion auftreten werden.
Er vergleicht: Das Internet hat es Einzelpersonen ermöglicht, globale Reichweite zu erlangen, während KI den Einzelnen mit einem weltklasse Mitarbeiterteam ausstattet.
Da Aufgaben wie Programmieren, Marketing und Betrieb durch KI unterstützt werden können, sinkt die Einstiegshürde für Unternehmensgründungen erheblich, und in Zukunft werden zahlreiche Mikrounternehmen und Ein-Personen-Einhörner entstehen. Dieser Wandel bedeutet eine Umstrukturierung der Arbeit um die Person herum, anstatt sie einfach zu ersetzen.
Bildquelle: TED YouTube Robinhood-CEO bei TED: KI treibt den Beschäftigungssingularity voran
Das Weiße Haus, KI- und Krypto-Experte David Sacks, hält die Behauptung, KI würde Arbeitsplätze ersetzen, für übertrieben. Denn obwohl KI in der Lage ist, Zwischenprozesse zu übernehmen, sind menschliche Hinweise und Validierungen weiterhin notwendig, um echten Geschäftswert zu schaffen. Mit anderen Worten: Menschen müssen weiterhin den End-to-End-Prozess steuern.
Der ehemalige Coinbase-Technikchef Balaji Srinivasan ist der Ansicht, dass KI nur die vorherige Generation von KI ersetzen wird, beispielsweise durch neue Modelle, die alte Modelle in der Berechnung ablösen, da die aktuelle KI noch keine Autonomie besitzt. Daher verteilen Menschen nur Ausgaben auf die neuesten Technologien.
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Obwohl Tech-Optimisten die unterstützenden Funktionen von KI begrüßen, äußert Howard Marks, Gründer von Oak Tree Capital, Bedenken. KI könnte dazu führen, dass viele Einstiegsjobs verschwinden, etwa bei der Bearbeitung von Dokumenten, bei Berufsanfängern ohne hohe Urteilsfähigkeit wie Junior-Anwälten oder Investment-Analysten.
Obwohl KI die Produktivität steigern und das BIP-Wachstum vorantreiben kann, könnten durch Automatisierung mehr Produkte hergestellt werden, während gleichzeitig Arbeitsplätze verloren gehen. Die Menschen könnten die Kaufkraft verlieren, um diese Produkte zu erwerben. Die zukünftige Arbeitswelt könnte noch polarer werden, wobei nur wenige hochqualifizierte Eliten die Technologievorteile nutzen.
Wenn du also eine Karriereplanung machst oder deinem Kind eine Berufsempfehlung geben möchtest, sind physische Berufe, die Maschinen nicht ausführen können, wie Elektriker, Pflegekräfte, handwerkliche Tätigkeiten, sowie Fachleute mit Spitzeninsights und Talent vielleicht eine gute Wahl, da diese Berufe weniger leicht durch Maschinen ersetzt werden können.
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