Das US-Justizministerium (DOJ) hat offiziell eine groß angelegte Durchsetzung im Bereich der Kryptowährungsbeschlagnahmen abgeschlossen. Gegen die Mixer-Dienste Helix, die eine Schlüsselrolle bei Geldwäschen im Darknet spielten, hat die US-Regierung das endgültige Eigentum an Vermögenswerten im Wert von über 4 Milliarden US-Dollar rechtmäßig erlangt. Das Justizministerium gab am Donnerstag eine Erklärung ab, in der es hieß, dass das Gericht letzte Woche eine endgültige Beschlagnahmeentscheidung erlassen hat, die bestätigt, dass die Regierung rechtmäßig die zuvor beschlagnahmten Kryptowährungen, Immobilien und Finanzkonten verwalten darf. Diese Vermögenswerte stehen in engem Zusammenhang mit den Aktivitäten von Helix und Geldwäscherei. Die Ermittlungen zeigen, dass Helix zwischen 2014 und 2017 mindestens 354.468 Bitcoin verarbeitet hat. Die Hauptkunden der Plattform waren Nutzer, die versuchten, die Herkunft illegaler Gelder zu verschleiern, einschließlich Transaktionen auf Darknet-Marktplätzen. Der Begriff „Kryptowährungs-Mixer“ oder „Mixing-Service“ bezieht sich auf Werkzeuge, die durch das Mischen mehrerer Kryptowährungstransaktionen absichtlich die Geldflüsse verschleiern. Sie werden häufig genutzt, um die Privatsphäre zu verbessern, sind aber auch ein Nährboden für Geldwäsche und illegale Geldtransfers. Der Hintermann von Helix, Larry Dean Harmon, hat im August 2021 gestanden, sich der Geldwäsche schuldig gemacht zu haben. Nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten wurde er im November 2024 zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Nach Verbüßung der Strafe muss er weiterhin eine Bewährungszeit absolvieren. Mit dem Abschluss des Helix-Falls rückt die rechtliche Einstufung und Regulierung von Mixer-Tools erneut in den Fokus der politischen Debatte in Washington. Im Dezember letzten Jahres äußerte US-Präsident Donald Trump öffentlich, dass er prüfe, ob er den Mitbegründer von Samourai Wallet, Keonne Rodriguez, begnadigen solle. Er wurde wegen Geldwäsche und unerlaubtem Betrieb eines Geldtransfersystems verurteilt und im November letzten Jahres zu fünf Jahren Haft verurteilt. Auf der anderen Seite sorgt der Rechtsfall des Tornado Cash-Entwicklers Roman Storm für großes Aufsehen. Er wurde im vergangenen Jahr wegen Geldwäsche und Verstoßes gegen Sanktionsbestimmungen verurteilt und wartet derzeit auf seine Strafmaßverkündung. Die Höchststrafe könnte bis zu fünf Jahre Haft betragen.