Die Financial Conduct Authority (FCA) des Vereinigten Königreichs hat rechtliche Schritte gegen HTX eingeleitet. Die Krypto-Börse, früher bekannt als Huobi, sieht sich vorwurfsvoller Werbung für Krypto-Dienstleistungen gegenüber britischen Verbrauchern ausgesetzt.
Dies ist die erste Durchsetzungsmaßnahme der FCA gegen ein Krypto-Unternehmen wegen Verstoßes gegen die Regeln für Finanzwerbung. Die Behörde begann am 21. Oktober 2025 mit Verfahren vor dem High Court. HTX setzte die Werbung trotz vorheriger Warnungen der Behörde fort.
Die FCA führte im Oktober 2023 strenge Regeln für Finanzwerbung ein. Diese Vorschriften verlangen eine ordnungsgemäße Genehmigung und klare Risikohinweise bei Krypto-Marketing.
HTX ignorierte mehrere Warnungen bezüglich der Einhaltung. Die Börse setzte ihre Werbung auf den wichtigsten sozialen Medienplattformen fort.
Laut FCA veröffentlichte HTX unautorisierte Werbeinhalte auf TikTok, X, Facebook, Instagram und YouTube. Das Unternehmen warb auch über seine Website und mobile Apps. Die meisten Krypto-Firmen haben sich an die neuen Vorgaben angepasst. HTX bildet hier eine Ausnahme.
HTX operiert durch eine undurchsichtige Struktur, die Eigentumsverhältnisse verschleiert. Huobi Global S.A., eine in Panama gegründete Firma, ist in den Verfahren genannt. Die FCA richtete sich außerdem gegen „unbekannte Personen“, die die HTX-Website und Apps kontrollieren.
Die Behörde versuchte mehrfach, Kontakt mit HTX aufzunehmen. Alle Versuche wurden ignoriert. Steve Smart, gemeinsamer Geschäftsführer für Durchsetzung bei der FCA, kritisierte das Verhalten der Börse. Er sagte, das Verhalten von HTX stehe im starken Gegensatz zu regelkonformen Firmen.
Das High Court erteilte am 4. Februar 2026 die Erlaubnis für eine internationale Zustellung. Damit kann die FCA die Verfahren auch gegen HTX im Offshore-Status zustellen.
Die FCA forderte Social-Media-Unternehmen auf, HTX-Konten für Nutzer im Vereinigten Königreich zu sperren. Außerdem bat sie Google und Apple, HTX-Apps aus den britischen Stores zu entfernen. Ziel ist es, britische Verbraucher vor rechtswidriger Werbung zu schützen.
Seit Beginn der Verfahren hat HTX die Registrierung neuer britischer Kunden eingeschränkt.
Bestehende Nutzer können jedoch weiterhin auf ihre Konten zugreifen. Sie sehen weiterhin unautorisierte Finanzwerbung. Die FCA äußerte Bedenken wegen anhaltender Verstöße.
HTX hat keine Garantie gegeben, dass die Beschränkungen dauerhaft sind. Die Börse bleibt auf der Warnliste der FCA. Das bedeutet, dass britische Verbraucher, die mit HTX Geschäfte machen, keinen Zugang zum Financial Ombudsman Service haben.
Die Financial Conduct Authority (FCA) des Vereinigten Königreichs hat im Namen des High Court im Chancery Division gegen @HTX_Global (die umbenannte Krypto-Börse, früher bekannt als Huobi) wegen angeblich illegaler Werbung für Krypto-Assets gegenüber britischen Verbrauchern rechtliche Schritte eingeleitet.
Dies markiert die…
— MartyParty (@martypartymusic) 11. Februar 2026
Die FCA betonte, dass regelkonforme Vorgaben einen nachhaltigen Kryptomarkt unterstützen. Verbraucher benötigen korrekte Informationen, um fundierte Entscheidungen treffen zu können. Verstöße gegen diese Regeln sind strafbar.
Smart erklärte, die FCA werde weiterhin gegen nicht regelkonforme Firmen vorgehen. Ziel ist es, faire Marketingpraktiken in der Krypto-Branche sicherzustellen.
Verbraucher, die mit unautorisierten Firmen Geschäfte machen, riskieren, ihr Geld zu verlieren. Es ist unwahrscheinlich, dass sie Gelder zurückerhalten, falls das Unternehmen scheitert. Die FCA rät, HTX und ähnliche unautorisierte Plattformen zu meiden.
Der Fall konzentriert sich speziell auf illegale Werbung, nicht auf Handelsbetrug oder Marktmanipulation. Es geht bei den Verfahren um HTX’ Versäumnisse, die britischen Vorschriften für Finanzwerbung zu erfüllen.