Chinas oberstes Gericht setzt scharfe Maßnahmen gegen „Krypto-Geldwäsche“: Virtuelle Währungen und Schattenbanken stehen im Fokus der Betrugsbekämpfung

Chinas Oberstes Volksgericht hielt heute eine Pressekonferenz ab, bei der der Leiter der dritten Strafkammer, Wang Bin, deutlich machte, dass der Fokus der nächsten Schritte auf der Bekämpfung von Verbindungen zwischen virtuellen Währungen, illegalen Geldwäschereien und organisierten Verbrechen liegen wird. Zudem soll die Vermögensstrafe verstärkt werden, um Kriminellen keine wirtschaftlichen Vorteile zu ermöglichen.

(Frühere Zusammenfassung: Cold Wallet kann nicht schützen! Betrügergruppen schicken „offizielle Papierbriefe“, um Mnemonik-Phrasen zu stehlen, Ledger- und Trezor-Nutzer werden zum Ziel)

(Hintergrund: Der Fall des Energie-Betrugs „DeFi-Kreditplattform“ hat 5 Milliarden Yuan an Geldern angezogen! Tausende Opfer kauften wertlose Coins)

Am heutigen 26. (Datum) erklärte Wang Bin, Leiter der dritten Strafkammer des Obersten Volksgerichts, bei der Pressekonferenz „Rechtliche Maßnahmen gegen Telekommunikations- und Internetbetrug sowie Vermögensdelikte“, dass die Gerichte künftig den Schwerpunkt auf die Hauptakteure, Kernmitglieder, Geldgeber der Telefonbetrugsorganisationen, Schleuser und Organisationen, die grenzüberschreitende Betrugsverbrechen mit Waffen schützen, legen werden.

Besonders im Fokus der Krypto-Branche steht die Erwähnung von Verbindungen zwischen virtuellen Währungen, illegalen Geldhäusern und Geldwäsche, sowie die Anwendung von Gewaltverbrechen wie Mord, Körperverletzung und Entführung im Rahmen von Betrugsdelikten. Diese werden als nächste Prioritäten betrachtet.

Verstärkung der Vermögensstrafen

Wang Bin betonte weiter, dass die Volksgerichte die Anwendung von Vermögensstrafen bei Telekommunikationsbetrugsfällen verstärken werden. Das Kernprinzip lautet: „Kriminellen keine wirtschaftlichen Vorteile verschaffen.“ Konkret sollen Gerichte Personen, die bei „zwei Karten“ (Telefon- und Bankkarten) helfen, sowie Täter, die gestohlene Gelder verschleiern, dazu anhalten, den Opfern freiwillig Wiedergutmachung zu leisten. Die Rückgabe gestohlener Güter und Entschädigungen werden bei der Strafzumessung berücksichtigt.

Für Täter, die zwar die Fähigkeit, aber die Wiedergutmachung verweigern, wird das Gericht strengere Strafen verhängen. Das bedeutet, dass Kriminelle, die gestohlene Gelder in virtuelle Währungen transferieren, auch wenn die Vermögenswerte bereits in Kryptowährungen umgewandelt wurden, mit härteren Maßnahmen und Strafmaßnahmen rechnen müssen.

Virtuelle Währungen als Hauptkanal für Geldwäsche bei Betrug

In der Tat haben chinesische Justizbehörden in den letzten Jahren die Maßnahmen gegen Geldwäsche mit virtuellen Währungen verstärkt. Im August 2024 veröffentlichten das Oberste Volksgericht und die Oberste Volksstaatsanwaltschaft erstmals eine rechtliche Interpretation, in der „virtuelle Vermögenswerte“ ausdrücklich als eine Methode der Geldwäsche genannt werden. Laut Daten der Staatsanwaltschaft wurden seit 2024 3.032 Personen wegen Geldwäsche im Zusammenhang mit virtuellen Währungen angeklagt.

Da Telekommunikationsbetrüger zunehmend auf Stablecoins wie USDT für grenzüberschreitende Geldtransfers setzen, sind virtuelle Währungen zu einem weiteren „Hauptkanal“ für Geldwäsche neben illegalen Geldhäusern geworden. Die erneute Nennung durch das Oberste Gericht bei der Pressekonferenz zeigt die hohe Bedeutung, die das chinesische Rechtssystem der Rolle von Krypto-Assets bei illegalen Geldbewegungen beimisst.

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