Von Twitter-Gründer Jack Dorsey geführtes Fintech-Unternehmen Block Inc. (NYSE: XYZ) kündigte am Donnerstag an, im Zuge der Effizienzsteigerung im AI-Zeitalter rund 4.000 Stellen abzubauen, was etwa 40 % der Belegschaft entspricht.
Obwohl die Größenordnung der Entlassungen bei Block schockierend ist, zeigt sich der Kapitalmarkt offensichtlich sehr zufrieden mit Dorseys entschlossener Transformation. Die Aktie von Block stieg nach Börsenschluss um über 20 %, was den negativen Trend der letzten zwölf Monate, in denen der Kurs um etwa 16 % gefallen war, umkehrte. Derzeit liegt die Marktkapitalisierung bei etwa 310 Milliarden US-Dollar.
Dorsey erklärte, dass das Unternehmen zwar weiterhin solide finanziell dasteht und die Bruttomarge wächst, aber um die nächste Wachstumsphase zu erreichen, eine radikale Umstrukturierung notwendig sei. Ziel sei es, die Organisation „schlanker und flacher“ zu machen und die „KI-First“-Strategie zu etablieren.
Auf X, der Plattform, auf der er aktiv ist, schrieb Dorsey am Donnerstag: „Solch eine groß angelegte Entscheidung ist natürlich riskant, aber Stillstand ist ebenso riskant.“
Er betonte, dass das Unternehmen die zukünftigen Wachstumsrollen und den Talentbedarf umfassend geprüft und die Entscheidungen mehrfach aus verschiedenen Perspektiven bestätigt habe. Er gab auch offen zu, dass die Entscheidungen nicht zu 100 % richtig sein könnten, weshalb Flexibilität im Systemdesign gewahrt werde, um letztlich stets die Kundeninteressen in den Mittelpunkt zu stellen.
Im Vergleich zu anderen Silicon-Valley-Unternehmen, die mehrere kleine Entlassungsrunden durchführen, wählte Dorsey eine „einmalige, radikale Kürzung“, um langfristige Unsicherheiten und eine mögliche Demotivation der Belegschaft zu vermeiden. Für die entlassenen Mitarbeiter zeigte Block auch finanzielle Wertschätzung: Sie erhalten mindestens 20 Wochen Grundgehalt, plus eine zusätzliche Woche pro Jahr Betriebszugehörigkeit.
Dies ist die zweite große Stellenkürzung bei Block nach der Entlassung von über 900 Mitarbeitern im vergangenen Jahr.
Dorsey erklärte in einer Stellungnahme: „Ich bin euch allen dankbar und entschuldige mich, dass ihr das alles durchmachen müsst. Ihr habt das Unternehmen zu dem gemacht, was es heute ist. Für diejenigen, die bleiben… Das ist meine Entscheidung, und ich trage die Verantwortung. Ich hoffe, ihr bleibt an meiner Seite und wir gehen gemeinsam voran.“