US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETF-Mittelzuflüsse erholen sich, am Mittwoch flossen über 500 Millionen US-Dollar zu, was die beste Performance in den letzten drei Wochen darstellt und zeigt, dass die extrem pessimistische Stimmung der Investoren sich allmählich wieder belebt. Laut SoSoValue-Daten verzeichneten insgesamt 12 US-Bitcoin-Spot-ETFs am Mittwoch einen Netto-Mittelzufluss von 506,5 Millionen US-Dollar, wobei BlackRocks IBIT einen Nettozufluss von 297,4 Millionen US-Dollar aufwies. Auch die anderen sechs Fonds, darunter Fidelity und Grayscale, verzeichneten ebenfalls Nettozuflüsse.
Vincent Liu, Investmentchef bei Kronos Research, sagte: „Der Zufluss zeigt, dass sich die Stimmung der institutionellen Investoren nach einer Phase der Risikoabsicherung allmählich in Richtung vorsichtiger Akkumulation bewegt. Insgesamt bleiben die Positionen jedoch relativ zurückhaltend, was darauf hindeutet, dass die Marktstimmung zwar stabiler wird, aber noch nicht in eine blinde Optimismusphase übergegangen ist.“ Tatsächlich haben sich seit Jahresbeginn aufgrund verstärkter Marktvolatilität und fallender Kurse sowohl Privatanleger als auch institutionelle Investoren erheblich verunsichert. Bis zum 20. Februar verzeichneten die Bitcoin-Spot-ETFs eine fünfwöchige Serie von Nettoabflüssen, bei denen mehr als 3,8 Milliarden US-Dollar verloren gingen. Neben der starken Bitcoin-Performance verzeichneten auch Ethereum (ETH), Ripple (XRP) und Solana (SOL) ETFs am Mittwoch Nettozuflüsse. Das Ethereum-ETF zog an einem Tag 157 Millionen US-Dollar an; das Solana-ETF flossen 30,9 Millionen US-Dollar zu, was den höchsten Tageszufluss seit Mitte Dezember 2025 markiert. Mit den Mitteln im Markt stiegen auch die Kurse deutlich. Bitcoin erholte sich vom Tief unter 63.000 US-Dollar zu Beginn der Woche und liegt jetzt bei etwa 68.000 US-Dollar; Ethereum stieg um 7,6 % und stabilisierte sich bei über 2.000 US-Dollar. Dennoch ist die Marktstimmung möglicherweise noch nicht vollständig wiederhergestellt. Der Fear & Greed Index für Kryptowährungen ist derzeit auf 11 (von 100), was eine deutliche Verbesserung gegenüber den frühen Wochenwerten von 5 darstellt, aber immer noch im Bereich „extreme Angst“ liegt. Es gibt viele Spekulationen über den jüngsten Kursanstieg. Einige Investoren führen dies auf die vorübergehende Pause der sogenannten „Short Squeeze“-Aktivitäten zurück, die angeblich von Jane Street dominiert wurden und täglich um 10 Uhr morgens EST stattfanden. Gerüchten zufolge sei das Phänomen seit der Anklage gegen Terraform Labs durch Jane Street verschwunden. Einige Analysten warnen jedoch, dass man die Marktbewegung nicht zu sehr auf eine einzelne Ursache schieben sollte. Jeff Park, Berater bei Bitwise, sagte, keine einzelne Institution könne die gesamte Entwicklung des Kryptowährungsmarktes dominieren. Nick Ruck, Direktor des LVRG Research Centers, erklärte: „Obwohl Berichte die Pause der Jane Street Short Squeeze-Aktivitäten als Entlastung für die Verkaufsangst darstellen, scheint diese Erholung eher eine kurzfristige Verschnaufpause zu sein, anstatt eine langfristige Trendwende auf fundamentaler Basis.“
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