A16z Crypto – die Investmentabteilung von Web3 des führenden Risikokapitalfonds Andreessen Horowitz – hat kürzlich die weit verbreitete, aber ungenaue Verwendung des Begriffs „ZK“ in der Entwicklergemeinschaft kritisiert, insbesondere im Zusammenhang mit dem Blogbeitrag über Jolt zkVM.
Laut dem Artikel sind „die meisten zkVMs tatsächlich keine echten Zero-Knowledge-VMs – es sei denn, es wird ein teures ‚Wrapping‘-Verfahren angewandt.“ Dieses Verfahren erfordert oft eine rekursive Nachweisbestätigung, bei der die Verifikation eines zkVM-Beweises innerhalb eines anderen Beweissystems erfolgt, das tatsächlich Zero-Knowledge bietet. Diese Methode ist nicht nur ressourcenintensiv, sondern führt häufig auch zu einem Kompromiss bei der Transparenz, da ein Trusted Setup notwendig ist.
Die Autoren weisen außerdem darauf hin, dass in vielen Fällen „ZK“ mittlerweile als Abkürzung für „Succinctness“ – also kleine, schnell verifizierbare Beweise – verwendet wird, anstatt für echten Zero-Knowledge-Datenschutz.
A16z Crypto betont, dass mit zunehmender Bedeutung des Datenschutzes in der Community – der echten Zero-Knowledge-Mechanismen erfordert, um sensible Daten der Beweissteller zu schützen – die falsche Verwendung des Begriffs zu einem ernsthaften Problem wird.
Zero-Knowledge Proof (ZK Proof) ist eine kryptografische Technik, bei der eine Partei (Prover) die andere Partei (Verifier) davon überzeugt, dass eine Aussage wahr ist, ohne dabei irgendwelche Hintergrundinformationen offenzulegen, außer dass die Aussage korrekt ist.
Ursprünglich in der akademischen Forschung entwickelt, fand die kommerzielle Anwendung von ZK Proofs erstmals im Krypto-Bereich statt, insbesondere mit der Einführung von Zcash. Dieses Projekt nutzt zk-SNARKs – eine Form von kompaktem Beweis – um Privatsphäre on-chain zu gewährleisten, indem Transaktionsdaten verschleiert werden.
Seitdem ist Zero-Knowledge-Kryptografie in vielen neuen Blockchain-Modellen weit verbreitet, vor allem bei Layer-2-Lösungen für Ethereum und bei zk-Rollups.
Der Datenschutz wird auch für Entwickler und Investoren im Krypto-Bereich wieder zu einem zentralen Thema, da viele argumentieren, dass die vollständige Transparenz der meisten Blockchains die breite Akzeptanz behindern könnte, insbesondere bei Finanzinstitutionen.
So äußerte kürzlich Barry Silbert, CEO der Digital Currency Group, die Erwartung, dass große Kapitalströme in datenschutzorientierte Blockchains fließen werden.
Jolt zkVM, die Open-Source-Lösung von A16z, hat am Dienstag ein bedeutendes Update erhalten, das die Unterstützung für echte native Zero-Knowledge-Proofs ermöglicht.
Eine Zero-Knowledge Virtual Machine (zkVM) ist eine Laufzeitumgebung, die Programme ausführt und Beweise generiert, dass ein Code ausgeführt wurde, ohne die Eingabedaten offenzulegen.
Bisher nutzte Jolt, ähnlich wie viele andere Anwendungen, ZK-Proofs hauptsächlich, um die Kompaktheit zu erreichen, nicht jedoch für vollständigen Datenschutz. Um diese Einschränkung zu beheben, hat das Entwicklerteam ein „Folding Scheme“ implementiert, das aus den 1990er Jahren stammt.
Genauer gesagt, integriert Jolt das NovaBlindFold-Verfahren, um „blinde“ Beweise (blinded proofs) zu erzeugen, die Informationslecks verhindern und das System für datenschutzkritische Anwendungen geeignet machen.
Laut Blogbeitrag ist das Endergebnis ein Zero-Knowledge-Beweis, der nur etwa 3 KB größer ist als der vorherige Jolt-Beweis ohne ZK-Attribute, was die zusätzlichen Kosten für die Größenerweiterung im Vergleich zu den Privatsphäre-Vorteilen als relativ gering erscheinen lässt.
Verwandte Artikel
Tether und Lugano starten Plan ₿ Phase II zur Erweiterung der Krypto-Integration
Wenn KI beginnt, selbst zu bezahlen: Ein 34 Jahre alter Code, der im Schlaf lag, entfacht die Maschinenwirtschaft
Strike führt „Bitcoin-Hypothekendarlehen“ ein, mit dem Sie Geld ausgeben können, ohne Coins zu verkaufen, ab 1 US-Dollar leihen
Lido führt neue Node-Operatorenstufen und erweiterte Minting-Grenzen im V3-Update ein