Peter Schiff warnt davor, dass Microstrategys 42-Milliarden-Dollar-Plan zur Steigerung der Bitcoin-Bestände, finanziert durch Schulden und Eigenkapital, ein gefährliches Liquiditätsrisiko darstellt. Er nannte Michael Saylor “der Eiermann.”
Der Wirtschaftswissenschaftler und Gold-Fürsprecher Peter Schiff hat Microstrategys Vorstandsvorsitzenden Michael Saylor für seine jüngste Bitcoin-Erwerbsstrategie kritisiert und sie mit einem alten Witz über übermäßige Marktausweitung verglichen. In einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform X am Donnerstag schrieb Schiff:
Michael Saylor ist der Eiermann. Seine neueste Ankündigung besagt, dass MSTR weitere 42 Milliarden Dollar ausgeben wird, um Bitcoin zu kaufen, finanziert durch die Ausgabe von 21 Milliarden Dollar Schulden und 21 Milliarden Dollar Eigenkapital in den nächsten drei Jahren. Das erinnert mich an einen Witz, den ich vor langer Zeit gehört habe.
Schiff verwendete die Geschichte eines fiktiven Händlers, der, als er einen vielversprechenden Markt spürte, Eier-Futures in immer größerer Menge kaufte, während die Preise stiegen. Der Händler spekuliert über Eier-Futures und kauft zunächst 100 Verträge zu je 25 Cent. Nachdem der Preis auf 35 Cent gestiegen ist, kauft er 1.000 weitere. Als die Preise weiter steigen – auf 50, dann 65 und schließlich 95 Cent pro Vertrag – tätigt er immer größere Käufe und besitzt schließlich Millionen von Verträgen. Als der Preis auf 1,75 Dollar steigt, beschließt er, 2 Millionen Verträge zu verkaufen. Sein Makler antwortet: „An wen verkaufen, du bist der Eiermann!“
Die Analogie des Ökonomen verdeutlicht eine mögliche Liquiditätsfalle, von der er glaubt, dass sie sich auf Saylor und sein Unternehmen Microstrategy auswirken könnte, wenn die Bitcoin-Preise letztendlich sinken oder stabil bleiben.
Schiff, Vorsitzender des Edelmetallhändlers SchiffGold, kritisiert häufig Bitcoin und wirbt für Gold. Letzte Woche beobachtete er, dass während Vermögenswerte, die mit einem möglichen Sieg von Trump verbunden sind, steigen, Bitcoin dies nicht tut, und fragte: ‘Wenn ein Trump-Sieg für Bitcoin hausse ist, warum steigt es dann nicht mit Trumps Wettquoten?’ Der Gold Fürsprecher schlug vor, dass Spekulanten möglicherweise bereits investiert haben und warnte vor einem möglichen ‘Trump Dump’. Er warnte auch davor, dass die Federal Reserve mit erwarteten Zinssenkungen und einer wahrscheinlichen Rückkehr zur quantitativen Lockerung (QE) Gefahr läuft, vergangene Politikfehler zu wiederholen. Laut Schiff wird dieser Ansatz mehr Schulden anhäufen, die Verbraucherpreise erhöhen, den Dollar schwächen und die Inflation wieder anheizen.